Im Wald

Zig Stämme nebeneinander
dazwischen wogendes, tanzendes Hellgrün
wie Federn.
Manches Waldwesen huscht nun verborgen
durchs Unterholz,
auch die Sonntagsspaziergänger,
die auf dem Parallelweg sich bewegen
von Hundeleinen gezogen und
im Schlepptau
bunter Kinderwagen.
Dem Auge schmeichelnd ist
all dies
im frischen Grün verborgen.

Volksdorfer Wald im April

Ich könnte annehmen, 
ich wäre allein
zwischen den Wellen der Vogelstimmen
und dem Rauschen des Windes.

Alles egal, belanglos, was ich schreibe?
Ja, ich will mich selbst verbergen
in der Wahrnehmung des Außen,
würde mich am liebsten kleiden in
Grün mit Zweigen
und Vogelfedern,
einem Nest in der ausgestreckten Hand,
mich ganz assimilieren, 
und mich verlieren.

Ich bin mir und anderen fremd, 
daher, wozu was anderes probieren,
ich wünschte, ich könnte verschmelzen,
ganz aufgehen in den Spezies des Waldes.

Die Sprache ist mir nie eine Brücke gewesen,
nur Scheinwahrheiten 
und Unzulänglichkeiten,
nur Vogelstimmen sprechen zu mir, 
Baumwurzeln geben mir Halt, 
die Maserung der Stämme,
grüne Blätter und braunes Laub 
sind meine Zeitmesser.

Wenn ich eines Tages gehen muss,
möchte ich hier vergehen,
mich zerstäuben im Wind, 
in demselben, der
Blätter an Zweigen zittern
und trockenes Laub wendet und winken lässt.

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