Letzter Morgen im Kloster

Ich gehe einen neuen Weg, obwohl es schon 10 Uhr schlägt
Wiesen, Kiefern zur Trave auf der einen Seite,
der Wald links
Gezwitscher in allen Vogelsprachen umfängt mich
Knack!
Ein Reh! dieselbe Farbe wie die Stämme, schaut mich an.
Ich bewegungslos, es bewegungslos,
ich halte den Atem an, 
als könnte ich damit den Augenblick halten.
Ich schaue: Schnauze und Augen grau umschattet, 
sein Schweif weiß, groß,
in ähnlicher Weise auffällig wie ein Pavianhintern rot ist.
Es läuft, schaut wieder –  neugierig.
Dann springt es – ganz Muskelkraft – feenleicht weg.

Ob es überhaupt jemals wieder die Zweige unter sich zum Knacken bringen wird –unwahrscheinlich.

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